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A TRIP TO IBOLAND

Verkehr

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Im Verkehr herrscht Chaos, es gilt die Regel des Schnelleren und Stärkeren. Wären die vielen Mofas PKWs, so wären die Straßen gnadenlos verstopft. Verkehrszeichen sieht man nur sehr selten und sollte doch mal eins am Straßenrand stehen, so wissen die meisten Fahrer eh nicht was es bedeutet.

Ein Auto kann eine brüchige Windschutzscheibe haben, die Lichter können nicht funktionieren und Gurte sucht man eventuell vergebens - das ist alles kein Problem - sollte jedoch die Hupe defekt sein, dann wird es ernst. Ohne Hupe fährt man in Nigeria gefährlich, denn man braucht sie um auf sich aufmerksam zu machen. Auf manchen LKWs steht hinten sogar geschrieben, dass man vor dem Überholen Hupen soll.

Wer die Wahl hat, sollte auf eine Klimaanlage im Auto nicht verzichten. Das ist nicht nur wegen der hohen Temperaturen ratsam, sondern auch wegen der Abgase und wegen des Staubes. Da nicht alle Straßen asphaltiert sind oder der Asphalt gelegentlich unterbrochen ist, wird während der Trockenzeit eine Menge Staub aufgewirbelt. Das ist nicht nur unangenehm, sondern birgt auch die Gefahr eines Schnupfens. In jedem Fall sollte man darauf achten, dass man immer genug trinkt. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Erkältung oder ein Schnupfen nach einer Infizierung immer dann mit hoher Wahrscheinlichkeit ausbricht, wenn man eine längere Durststrecke hinter sich hat.

Fährt man überland so muss man regelmäßig mit Polizeikontrollen rechnen. Wenn sie keine "natürliche" Blockade nutzen, dann legen sie Baumstämme auf die Straße um den Verkehr zu bremsen und dann willkürlich Fahrzeuge herauszuwinken. Meist wollen sie einen nur aufhalten und lassen einen fahren, wenn man ihnen etwas Geld gibt. Diese Willkür hat die Polizei, die im übrigen immer männlich ist (außer Verkehrspolizei), bei der Bevölkerung verständlicherweise sehr unbeliebt gemacht. Ihre schwere Bewaffnung - mindestens einer trägt eine MP oder ein MG bei sich - verschafft ihnen jedoch den nötigen Respekt.

Für einen Mitteleuropäer ist es unmöglich in Nigeria zu fahren, auch weil die Polizei auf weiße Verkehrsteilnehmer ein ganz besonderes Auge wirft. Man muss nicht mal selbst das Auto geführt haben, wenn es in einem Verkehrsverstoss verwickelt ist. Es reicht schon, wenn man als Beifahrer im Auto sitzt, wenn man z. B. eine Einbahnstraße in der falsche Richtung fährt. Sieht das die Polizei, so wittert sie ein fettes Geschäft und verlangt schon mal locker das 50-fache vom üblichen Bußgeld.


Windschutzscheibe

Geländewagen

Mofas

Asphaltende

Überholen

Smog